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9.4 Seifenblasen

Seifenblasen

Manchmal versucht man eine Seifenblase zu pusten….
ganz langsam, vorsichtig
Und wenn sie wächst, bekommt man Mut, pustet ein wenig mehr.
Bis sie in den schönsten Farben dahinfliegt.
Und man zittert bei jedem Windzug um sie,
bangt bei jedem Zweig, der sich ihr in den Weg stellt.
Und nur manchmal, ganz selten,
fliegt sie weiter- ganz bis hoch in den Himmel
und blüht in all ihren Farben, wunderschön und selten stark.
Doch warum zerplatzen Seifenblasen überhaupt?
Warum fliegen sie davon, irgendwohin, werden von Zweigen oder Gräsern zerstört?
Sie platzen wie ein Traum, den man nicht vermag einzufangen und festzuhalten.
Und im Herzen tut es weh. Jedes Mal. Immer wieder.
Man weiß, sie wird platzen, doch versucht man wieder etwas so schönes aufzubauen.
Ganz zögerlich, voller neu gefasstem Vertrauen. Und man hofft und bangt. Mal für Mal.
Und wenn auch sie geplatzt sind, wird man zögerlicher, hat weniger Vertrauen.
Vertrauen in seine Art zu pusten, in alles, was ihr gefährlich werden könnte
Und sei es ein Windhauch.
Denn es tut weh. Vielleicht Mal um Mal mehr. Mal um Mal tiefer.
Und irgendwann wird man müde, irgendwann möchte man nicht mehr pusten,
Nicht mehr versuchen etwas aufzubauen,
denn man fürchtet sich zu sehr vor einem Platzen.
Auch, wenn das Ergebnis so schön gewesen wäre.
Denn es tut immer wieder einfach viel zu weh.
Also höre ich auf zu pusten
Höre auf, zu lachen und zu weinen,
Höre auf zu lieben und zu träumen,
Höre auf zu atmen, zu leben.


Kleine Seifenblase

Sehe eine Seifenblase,
sie schimmert in allen Farben.
So wunderbar. So faszinierend schön.
Und scheint doch so zerbrechlich.
Eine kleine, ganz zarte Seifenblase.
Ob sie meine sein wird- sein will?
Sehe sie in der Luft fliegen. Fast ziellos, fast verloren.
Sollte ich versuchen, sie einzufangen?
Nein- ich glaube, ich sollte sie fliegen und
ihren Weg finden lassen, sonst platzt sie vielleicht.
Will ihr nicht wehtun, will sie nicht vertreiben.
Will mich an ihr freuen, sie genießen.
Will sie nicht in eine falsche Richtung lenken.
und vielleicht dadurch zerstören.
Will nicht zu stark pusten, dass sie vielleicht platzt,
ohne vorher gewachsen zu sein, ohne wirklich gelebt zu haben.
Sehe sie mit leuchtenden Augen an,
und frage mich, ob ich je tieferes, beeindruckenderes sah.
So zerbrechlich zart und doch so voller Kraft
im Innern so unglaublich stark, kleine Seifenblase.
Meine kleine Seifenblase
flieg und sieh die Welt von oben an
Wie schön sie sein kann,
so bunt, so voller Leben, Träume, Lachen, Liebe
Meine kleine Seifenblase,
flieg ganz weit, so hoch, bis in den Himmel,
dass Dir nichts und niemand mehr wehtun,
Dich verletzen oder zerstören kann.
Meine kleine Seifenblase,
ich kann Dich nicht fangen, nicht festkrallen,
Will nicht zu sehr pusten, Dich nicht falsch lenken.
Will nur, dass Du bei mir bist, ohne Angst, zu zerbrechen
Kann Dir nicht versprechen,
dass ich Dir nie wehtun werde
Kann Dir nicht versprechen,
dass Du nicht falsch bist, hier bei mir.
Ich kann nicht sagen, weil ich nicht weiß,
was noch kommt, was noch geschieht.
Wie wir lachen, wie wir weinen.
Wie wir fliegen, wie wir landen.
Meine kleine Seifenblase
Ich kann versuchen, Dir nicht wehzutun,
bei Dir zu sein, ganz nah
und Dir Halt geben, wenn Du zu fallen drohst
Kann Dich aber nicht vor allem bewahren,
vielleicht nicht einmal vor mir,
Ich kann Dir nicht versprechen,
dass Dir nie mehr jemand wehtun wird.
Meine kleine Seifenblase,
Will Dich halten, Dich umfangen
Will die Luft sein, die Dich umgibt,
die Luft, die Du atmest, in Dir ist.
Will Dir nah sein, so nah,
um Dich vor all den Gräsern, Ästen Zweigen Stürmen zu schützen
Will bei Dir sein
um Dich von ihnen fortzutragen, weit weg von alledem.
Meine kleine Seifenblase,
ich kann so vieles nicht, was ich gern wollte.
Dich behüten, beschützen und bewahren
vor allen, was Dir nur irgend wehtun könnte.
Will Deine Tränen wegwischen, wenn Du traurig bist
Will Deine Ängste vertreiben, wenn Du am Schreien bist.
Dich in meinen Armen halten, wenn Du schwach bist
Dir all Deine Sorgen, Deinen Kummer nehmen.
Meine kleine Seifenblase
will Dich wachsen sehen.
Will Dich fliegen sehen,
ganz hoch, bis in den Himmel.
Will mit Dir fliegen,
Dich halten, wenn Du Halt brauchst
Dich schützen, wenn Du Schutz brauchst
Dich trösten, wenn Du Trost brauchst.
Meine kleine Seifenblase,
ich will mit Dir lachen, mit Dir weinen
Mit Dir träumen, keinen Augenblick versäumen.
Mit Dir atmen, die Welt von oben sehen,
Dich lieben, nie mehr von Dir gehen.
Also puste ich ganz langsam, vorsichtig
Um Dir nicht wehzutun. Dich nicht zu zerbrechen,
lenke Dich, ganz sanft, kaum merklich,
bis ganz hoch hinauf in den Himmel
Und da sitzen wir dann auf einer Wolke
Und lassen die Gräser Gräser sein
Und die Zweige Zweige, die Äste Äste
Den Windhauch Windhauch und den Sturm Sturm,
Sitzen auf unserer Wolke
Und hauchen unserer Seifenblase Leben ein
Leben um zu Träumen, Leben um zu Lachen
Leben um zu Lieben
Jeden Tag aufs neue.
Ohne Angst, daran zerbrechen zu müssen.