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7.1. Miami 2004

Dienstag, 06.04.2004 

So, nachdem ich nun alles soweit und gut gepackt , meinen Reisepass auch endlich geholt habe und Jiva gut versorgt bei meinen Eltern untergebracht ist, fahren wir nach Frankfurt/ M. .

Wir, das sind: Ronny, Tony, Kai, Eric und natürlich ich.
Eric fährt.

Er hat auch das schöne kleine Hotel im Herzen Frankfurts gesucht und gebucht, indem wir heute Abend schlafen werden, damit wir morgen früh beim Abflug munter sind.
Abends essen wir noch einen Happen hier und dann ist schlafen angesagt, schließlich wird es ein langer und bestimmt nicht minder anstrengender Flug.

Ich bin noch nie geflogen.
Das liegt zum einen daran, dass ich nicht oft mit meinen Eltern im Urlaub war und so eher mit Freund und Freunden in der Schweiz und Frankreich landete.
Zum anderen -und hauptsächlich- daran, dass ich Höhenangst habe. Und genau das ist der Punkt. Ich bekomm schon Schweißausbrüche beim Gardinenabnehmen und Glühbirnen wechseln und nun 12 Stunden Flug übers große Wasser. Naja, man muss alles mal erlebt haben, und wenn’s kurz vorm Tod ist *schieflächel *.

Ich gehe also nun mit meinen Gedanken ins Bett, damit ich morgen wach bin um den Tod direkt ins Auge schauen zu können und kuschel mich an Eric, der die ganze Prozedur schon 3 mal mitgemacht hat…

Mittwoch, 07.04.2004
So, wir frühstücken noch schön genüsslich im Hotel. Lecker Brötchen mit Wurst und dann mit der Bahn zum Flughafen.

Am Flughafen angekommen ist schon ziemlicher Stress, und das morgens um acht. Unser Flieger soll um 9:50 Uhr gehen. Also noch 2 Stunden. Und die brauchen wir auch zum Check in. Man muss wirklich von einer Halle in die andere und hierhin und dahin um alles unterzubringen und jedes Mal warten warten warten. 

Beim Gepäckeinchecken hilft uns eine nette Dame der Lufthansa. Na ja, zumindest schickt sie uns an einen Automaten, der unsere Bordtickets mit den Plätzen ausdruckt und unsere Gepäckstücke codiert, damit wir nicht in der Schlange stehen müssen.
Da wir uns zusammen anmelden an dem technischen Teil, haben wir wirklich allen Ernstes angenommen, wir sitzen zusammen. Aber Trugschluss: Wir sitzen ganz verstreut im Flieger. Die Jungs haben noch ein wenig amerikanisches Geld geholt, nicht dass sie dort jämmerlich hungern, ich habe schon welches), Tony holt sich noch schnell ein kleines Wörterbuch.
Nach dem Einchecken flitz ich mit Eric zum Lufthansaschalter. Gott sei dank, sie können das ändern und wir beide können zusammen sitzen. Die anderen auch, aber nicht bei uns. Na ja, wenigstens nicht gänzlich verlassen bei meinem ersten Flug.

Die Bordbesatzung ist wirklich sehr nett. Man hat auf jeden Platz eine kleine Decke, falls man schlafen will, während des Absturzes und ein Kissen zum daran festklammern oder hineinbeißen. Je nachdem eben. Ich bevorzuge das Kissen zum Klammern.

Wir sitzen am letzten Ende der Boing 747. Das ist auch gut so, denn da haben wir ein schönes Fensterplätzchen und reichlich Platz. Die Essensausteilung geht von hinten nach vorn und die Toilette ist auch nicht weit. Fein fein.
Es dauert auch eine Weile bis alle ihr Plätzchen gefunden haben und die Maschine losrollen kann.
Hier kommt mal ein Lob an die Fluglotsen. Weil das Chaos zu überblicken ist ja Wahnsinn. Lauter kleine Autos, Busse und Tankwagen kreuzen unseren Weg und hoffen wahrscheinlich inständig nicht erwischt zu werden von uns.

Der Start ist schon komisch. Aber zum Aushalten. Nur als ich sehe, wie die Neigung der Tragflächen ist, wird mir doch etwas anders, aber auch das geht vorbei. Dann folgen Belehrungen du Hinweise: und NEIN: ich steige jetzt nicht aus und nein ich will auch keinen von der Decke abfallenden Sauerstoff kurz vorm Tod, im Absturz!

Wir haben ca. 9800km zu fliegen und werden eine maximale Flüghöhe von 11900m erreichen- puh! Hoffnung…

So nun gibt es Essen, Spaghetti Bolognese, ein Salätchen und was Süßes und Getränke. Ich überlege: anfangen auf Alkohol umsteigen oder doch bei Wasser bleiben?! Ich entscheide mich für das Wasser, ich will nüchtern sterben…

 An sich passiert jedoch nichts großartiges. Wir fliegen und fliegen, essen, trinken, lesen, schauen aus dem Fenster, sehen 2 Filme im Bordkino und dann, ja dann landen wir schon wieder. Bei ca. 25°C und Sonnenschein aus unserem kalten Deutschland- herrlich.

Die Landung ist ruhig und ohne Angstanfälle. Guter Pilot. Fein gemacht.
Ich lebe noch. Meine Mama wird dich lieben…

Am Flughafen werden wir wieder durchgecheckt. Das geht relativ schnell. Tony fragen sie, warum er nur 15 Dollar mitbringt. Na ja, alles geht über Kreditkarte- also ist auch der Zollbeamte zufrieden mit uns. Der dachte wohl wirklich, wir wollen keinen Umsatz machen und so die Steuern nicht zahlen, von denen er bezahlt wird. Aber so ist sein Arbeitsplatz gerettet- lang hat er bestimmt nicht mehr zu schuften.
Bei Ronny dauert es etwas, aber so können wir anderen schon mal das Gepäck suchen gehen. Alles mitgekommen. Fein- was soll ich auch tun ohne meine paar Habseligkeiten ?!

Uns erwartet eine 20 minütige Fahrt zu unserem Hotel in Miami Beach, dann wieder warten, was schwer ist für Eric, dem ist nämlich inzwischen speiübel vom Flugzeugessen. Ich fands durchaus ok. Wie Mensaessen eben.

Endlich im Zimmer eingetroffen, „Nr. 901- The Super“ steht am Schild, springt er ins Bad und weiht die Toilette ein.
Dann packen wir das Nötigste aus und duschen erst einmal- welch Wonne.

Den Rest des Tages schlafen wir. Wohl auch besser als sich durch den Tag zu quälen, denn hier ist es erst einmal halb 4.

Donnerstag, 08.04.2004
Dadurch dass wir so bald ins Bett gefallen sind, wachen wir schon um 6 Uhr auf. Mit beginnendem Sonnenschein. Wir machen uns fertig und gehen frühstücken. 7 Dollar pro Person und reichlich Auswahl. Ich nehme deftigen gebrutzelten Schinken und Rührei mit Toast. Eric entscheidet sich für süßes Frühstück mit Kaffee. Der Blick ist Herrlich, die Sonne geht gerade über dem Meer auf.

Nach dem Frühstück geht’s ins Zimmer, Kameras holen und ab ans Meer den Tagesbeginn genießen.
Als wir zurückkommen sind die anderen gerade fleißig am futtern.
Wir beschließen uns Kathrina, die Tante von der Reiseleitung, anzuhören am Mittag und danach in eine Shopping Mall zu gehen. Kathrina erzählt langweiliges Zeug, aber nun gut- man sollte alles mal erlebt haben. Wenigstens hab ich zugehört und glänzte mit Anwesenheit.

Das Busfahren mach schon Spaß in Amerika. Man muss den Busfahrer nämlich zuwinken, soll er anhalten. Es gibt auch keine Fahrpläne, die kommen einfach alle 10- 15 Minuten. Schön…man wirft seinen 1 Dollar 25 Cent ein und ab in den auf 15 °C klimatisierten Bus. Ist schon abartig- von über 25°C auf so eine Kälte. Aber ok, ist ja nicht für lang.

Die Mall ist riesig. Aber ich kann nun wirklich nicht sagen, dass es soviel reizvolles gibt. Preislich ist es fast dasselbe wie bei uns in Deutschland. Das Angebot ist ein wenig größer, aber schöne Sachen kosten eben noch immer.
Eines tue ich allerdings: ich besuche „Victorias Secret`s “ Das wollt ich schon immer. Und ich gehe auch bestimmt nicht ohne Tüte aus dem Laden. Der nette dicke schwarze Mann an der Kasse weist mich noch freundlich darauf hin, meine neue Kreditkarte zu unterschreiben und das nächste Mal einen Ausweis bei mir zu tragen, aber er gestattet die Zahlung auch so, als ich ihm erklärte, das dies meine erste Kreditkartenzahlung ist und wir in Deutschland meist bar bezahlen. Er ist so nett und gütig *lächel *.

Wir holen uns noch einen Häagen Dasz Baileys Shake für knappe 6 Dollar und fahren wieder in Richtung Hotel.
Ein schöner Ausflug. Jetzt geht’s weiter mit dem Bus an den Ocean Drive. Es ist schön dort. Und das flanieren der Autos hat noch nicht wirklich begonnen. Die Jungs schauen sooft während der Reise mit Kulleraugen auf die Fahrzeuge, doch ich find die bunten Strandhäuschen und die Palmen viel schöner. Was mir gefällt sind die Menschen. Sie sind immer gut gelaunt, als haben sie keine Sorgen, obwohl uns auch Obdachlose begegnen. Man lächelt und es scheint wirklich als käme die Freundlichkeit direkt aus dem Herzen. Schön.

Nachdem wir auch belehrt wurden, dass wir trotz unseres fortgeschrittenen Alters, ohne Ausweis keinen Schluck Alkohol bekommen, gehen wir nachdem Tonys Cocktail (jaaaa er hat dran gedacht !) wieder ins Hotel zurück. 

Der Tag war ganz schön interessant und vor allem hab ich gemerkt, dass ich doch noch ganz schön viel englisch verstehe. Das erfreut mich beträchtlich, vor allem, dass man mich auch versteht. 

Eric fotografiert nachts noch ein wenig die Collins Ave. Und wir sehen TV. Es ist schon interessant wie viele Morde und Gewaltverbrechen so in der Gegend passieren während man schläft…

Freitag, 09.04.2004
Es ist soweit. Nach dem Frühstück holen wir unsere bereits in Deutschland gebuchten Convertible Cars ab. Ronny hat sich einen Mazda MX 5 gewünscht, Eric wollte einen Ford Mustang Cabrio.
Am Flughafen bei Alamo angekommen gibt es einige Probleme: wir waren ja noch so intelligent den anderen zu raten Reisepass mitzunehmen und die Kreditkarte als Sicherheit, nur bedachte Eric irgendwie nicht, dass die Autovermietung eventuell auch seinen Führerschein sehen will und ließ jenen im Hotelsafe. Schlafmütze. Da ich unter 25 bin und sonst riesen Gebühren erhoben werden, opfert sich Kai freiwillig, als Hauptfahrer eintragen zu lassen. Die Dame sagt allerdings nicht, was wir bekommen. Nun – beide erhalten nicht ihre Wunschautos, dennoch denke ich, dass wir mit den Chrysler Sebring Cabrio in tiefblau mehr als zufrieden sein können.

Trotzdem fahren wir schnellstmöglich ins Hotel, holen Erics Führerschein und lassen ihn als Fahrer in der nächstgelegenen Alamo Station eintragen. Das funktioniert auch reibungslos. Gott sei Dank. Stell dir vor du mietest ein teures Auto und darfst es nicht fahren !

Unsere Fahrt nach Key West wird aber nun zum Stressfaktor, denn die beiden anderen sind bereits vorgefahren und so wars das mit gemütlicher Fahrt und unterwegs anhalten um etwas zu sehen. Stattdessen hetzen wir um sie einzuholen. Hielt uns aber dennoch nicht davon ab, gegen 3 Uhr am Nachmittag dann endlich was zu essen- bei Wendys- einer Art McDonald- Schnellrestaurant. Wir lernen die immer andere Aussprache des Wortes „Mayonnaise“ und ich kann tatsächlich gerade mit essen fertig gewordene Feuerwehrmänner motivieren, sich für mich kleines deutsches Mädchen in Pose zu schmeißen und vor ihren großen, schönen Auto fotografieren zu lassen. Wie gesagt- die Menschen hier sind wirklich lieb. Unschlagbar !

Eric macht noch einen kleinen Halt nach Isla morada um uns einen Bootssteg mit Pelikanen und riesigen Fischen zu zeigen. Ich würde gerne einen Eimer kleiner Fische kaufen um sie zu füttern, aber leider rufen Ronny und Tony an und fragen schon wieder wo wir bleiben. Also: Schnappschuss und ab- leider.

An der 7- Meilen Brücke warten sie. Aber auch hier bleibt nur wenig zeit um wenigstens ein Bildchen zu machen, wenn man schon mal da ist. Ich darf mich also wieder hetzen lassen  und knips einfach. Wie soll ich nur fotografieren lernen und Bilder ordentlich hinbekommen, wenn man nicht einmal die Zeit hat, um durch den Sucher zu schauen !?

Kai steigt um und Eric und ich nehmen einen Anhalter mit, der uns seine Lebensgeschichte  und seine Gedanken über Gott und die Welt hier erzählt. Er lobt unser gutes Englisch. Beschreiben würde ich ihn als ein Überbleibsel der 68er Generation. Er passt da voll rein. 
Ich find ihn nett, Eric auch… die anderen sind am Ende der Fahr zwar neugierig was er erzählt hat, aber interessieren tut es sie nicht wirklich. Sie stempeln ihn als drogensüchtigen Sozialfall ab. So ist das mit der Toleranz in Deutschland. Auch  hat Kai wohl erwähnt, dass wir doch schnell einen Burger essen waren. Zumindest bekommen wir arge Kritik von Ronny zu hören, wie wir nur essen können, wenn er doch wartet. Nun ja- die Lebensnotwendigkeit der Nahrungsaufnahme hat eben zu warten, wenn Ronny wartet ! Ich lerne stillschweigend.

Nun sind wir also im berühmten Key West. Wir laufen an Ernest Hemmingways Haus vorbei, sehen den bekannten Leuchtturm und lassen uns am „Southernmost Point“ der USA alle mal fotografieren. Ich stell mir nur eine Frage: wenn es der südlichste Punkt der USA ist auf dem Land- warum kann ich dann noch 2 Schritte dahinter gehen ???

Ich habe mich auf Key West gefreut. In jedem Bericht und meinem Reiseführer, den Eric an Ronny geborgt und der ihn, wie sollte es anders sein, im Urlaub leider nicht dabei hatte, steht, dass es in Key West die schönsten Sonnenuntergänge der ganzen USA zu sehen gibt und diese regelrecht zelebriert werden.
Wir wandern also durch Key West, und wie ich gelernt habe: wir suchen eine Gaststätte.
Bestens, da wir bereits unsere Schimpfen bekommen haben, vor 3,5 Stunden gegessen zu haben- Ronny und Tony haben übrigens auch nicht gehungert beim Warten- suchen wir schon wieder essen. Wow. Es ist knapp um sieben und ich bin schon ein wenig kringelig, weil ich nicht essen will, was ich überall kann, sondern jenen tollen Sonnenuntergang erleben möchte.
Aber ich füge mich, ich bin in der Unterzahl.

So, wir haben uns in einem Lokal mitten in Key West niedergelassen. Meinen Sonnenuntergang kann ich wohl vergessen, denn die Jungs schlürfen am Gratis- Wasser und sehen in die Karte. Ich hätte es schön gefunden, an einer Strandpromenade was zu essen und aufs Meer zusehen, aber so eine belebte Strasse hat auch was …
Nach gut 15 Minuten entscheide ich mich, allein loszuziehen.

Ich muss sagen: das war wohl eine der besten Entscheidungen im Urlaub.
Den Sonnenuntergang hab ich zwar verpasst, aber dafür gibt es wirklich genug buntes Treiben an der Promenade. Hunde zeigen Kunststückchen, springen durch reifen, die Herrchen werfen mit Messern, es sind Jonglierer, Fackelwerfer und Märchenomis unterwegs. So gefällt mir Urlaub. Das ist meine Art Urlaub zu machen. Da wir allerdings keinen Treffpunkt ausgemacht haben, gehe ich nach einer Stunde im Dunkeln durch wunderschöne Gassen zurück in das Lokal und finde sie noch immer da. 
Ronny und Tony beschließen, da sie nun in Key West etwas gegessen haben, die 230 Meilen zurückzufahren. Scheinbar hat er noch keinen Blick in den Reiseführer geworfen zu hause. Wir bleiben noch und streifen durch die herrliche Nacht an der belebten Promenade entlang.

Dann suchen wir eine Stunde lang unser Auto und kommen, wie immer in den guten Filmen gezeigt wird durch ganz böse Gegenden. Aber wie man unschwer merkt sind wir ja gut und heil wieder da. Und die Freude war groß, dass unser Auto noch stand und wir es hatten, denn es anfing zu regnen.
Und nun noch der Heimweg, der mit einer Straßensperrung endete, weil sich ein doch nicht unerheblicher Unfall ereignete. Hier mussten wir es eine kleine Runde um den Block fahren und schon war auch das vorbei.
Todmüde fallen wir ins Bett und warten doch gespannt auf einen neuen sonnigen und erlebnisreichen Tag in Miami…

Samstag, 10.04.2004
Aufstehen, Frühstück, Abfahrt.
Heute steht Cap Caneveral, also das Kennedy Space Center, auf dem Programm.
Und das sind schon etliche Kilometer Fahrt gen Norden.
Endloser Highway, bei nur 75mph …aber wir kommen an.

Wir buchen für 54 Doller pro Person eine der hundertdreimillionen Eintrittsmöglichkeiten, kaufen noch ein paar Mitbringsel ein und begeben uns dann in den Bus, der uns durch das Naturschutzgebiet des Space Centers führt. Ja man mag es nicht glauben: fast 500 Tierarten wurden durch die nicht- Besiedelung vorm Aussterben bewahrt und es gibt hier an die 5000 Alligatoren. Wow.
Wir sehen das Kontrollzentrum, können die Raketenträger von weiten sehen (Eric hat mein 300mm Objektiv, wir konnten also dennoch gut fotografieren) und besuchen hinterher auch das I-max Kino und sehen in 3D die Geschichte der Raumfahrt. Das hat auch mir gefallen.
Nur einen Grund zum Meckern hatten Eric und Tony noch: ich hab ja keine Ahnung aber irgendwelche Launch Pads von einer Apollo Mission wollten sie sehen, was nicht möglich war. Tja meine Herren- da muss man durch und mit dem zufrieden sein, was man erlebt hat, was auch nicht gerade wenig ist.

Auf dem Parkplatz beraten wir weiter. Denn am folgenden Tag steht Orlando auf dem Plan. Da Orlando nur 1 Studen von hier entfernt ist, unser Hotel aber gut 3,5 Stunden wird beschlossen, wir übernachten spontan hier in einem Motel. Gut zu wissen.

Also noch fix in einen Supermarkt, Shampoo, Zahnbürste, Bürste und andere Kleinigkeiten besorgt (meiner einer hat ja froh, zu sein, die Pille in der Geldbörse gelagert zu haben, sonst wär aus mit der Freude gewesen)Warum die 3 anderen Jungs allerdings keine Rasierer Shampoo und ein Deo, was sie nicht mithatten, gekauft haben bleibt mir schleierhaft. Ich mag auch nicht wirklich intensiv darüber nachdenken.
Wir gehen noch etwas essen, in einer kleinen hausmacher- Pizzeria. Ich muss sagen, meine Nudeln waren grandios und das Essen der anderen sah nicht minder schlecht aus und roch gut. Die Bedienung war, wie irgendwie immer in den Staaten bestens- nett, charmant. So soll es sein.
Abends fallen wir wieder sehr sehr müde ins unser quietschendes Motelbettchen.

Sonntag, 11.04.2004
Das Aufstehen im Hotel beginnt ja mal gut. Denn wer mich und meine „Spaghetti- Haare“ kennt, weiß, dass wir ohne Fön nicht überlebensfähig sind. Und genau das ist das Problem: hier gibt es keinen Fön. Toll.

Da ein neuer zu teuer war gestern beim Einkaufen muss ich also nun mit der neuen ziependen Bürste meine Haare vor der Klimaanlage fönen, die ja bei der Außentemperatur nicht einmal heizt. Patentanmeldungswürdiges System was ich da hab. Nun ja…es muss ja gehen. Und ich schlaues Kindchen hab ja noch so mini- Klemmen dabei, um die Haare zusammenzukneifen.

Dann geht’s ab in einen McDonald zum Frühstück. Interessant hier ist, das es zu Pancakes, also einer Art Pfannkuchen,  einen Fleischklops gibt mit Zuckerrübensirup. Gewöhnungsbedürftig ohne Ende. Und kein süßes Frühstück, sprich Croisssants oder so als Ausweich. Aber die Pancakes sind gut.

Ach und hab ich meine Guten- Morgen- Überraschung erwähnt?! Es klopfte an der Zimmertür und davor stand Tony nur mit Slip bekleidet und wollt einen der neu gekauften Einmalrasierer – Respekt….denn wer die Motels kennt, weiß, dass sie an befahrenen Strassen liegen und man nur von außen an die jeweiligen Zimmer kommt. Gesundes Selbstbewusstsein…

Jedenfalls fahren wir direkt nach dem Frühstück los nach Orlando und seinen Universal Studios, die wir auch direkt finden, uns einparken und hineinstiefeln in die bunte Welt des Films.
Für 60 Dollar Eintritt pro Person bekommt man hier richtig was geboten. Vor allem Menschen.

Zuerst gehen wir, weil Wunsch und Drang von Eric und Tony, zu Terminator 3D. Eine schöne Show mit special Effects ohne Ende. Hinterher versinken die Jungs noch im angeschlossenen Terminator Shop für endlose Stunden. Dann geht’s weiter zu „Zurück in die Zukunft“. Verboten für Menschen mit jeglichen Gebrechen, Symptomen und Schwangere. Man fährt mit einem Auto über Stock und Stein, eingeblendet auf einer Filmleinwand wird kräftig durchschüttelt. Das war schön, das hat mir gefallen. Danach mussten wir uns wirklich anstellen, nämlich bei „Men in Black“. Hier fahren wir in einem Wagen durch eine Straßenlandschaft und müssen auf plötzlich auftauchende Aliens mit unseren Laserpistolen schießen.
Lustig. Und ich mit 92 Trefferpunkten war zweite. Der andere Wagen, gegen den wir spielten, verlor kläglich. Spaß.

Nun essen wir stolz unseren 6 Dollar Hot Dog. Ich muss allerdings erwähnen, dass dieser gut 30 lang ist und so breit, dass man Maulsperre bekommt. Eric und ich werden von einem satt. Dann geht’s auf zum „Weißen Hai“. Wir  fahren mit einem Boot durch eine künstliche Landschaft und ab und an taucht, wie vorhersehbar, der Hai auf, spritzt mit Wasser und wird dann letztendlich von unserer Führung „erschossen“ weniger tolle Attraktion finde ich, aber man muss ja wie gesagt alles mal gesehen haben.

Da bei „Shrek 4D“ eine lange Wartezeit von 1 Stunde vorherrscht gehen wir eine Runde und die Jungs entdecken in einer Strasse die original Filmautos von „2fast 2Furiuos“ und so geht eine halbe Stunde rum.
Wir gehen zurück zu Shrek und sage und schreibe sind es nun 80 Minuten Wartezeit. Es wird beschlossen das Vorhaben abzublasen und lieber noch mal zu den Autos zu gehen.
Ich gehe lieber ins Kinderland zu Scooby Doo und Woody Woodpecker. In manchen Augenblicken brauch ich eine heile Welt. Ich schlendere durch den Shop, kaufe mir ein „Chilly Willy“ Pinguin Schlüsselanhänger und wir gehen wieder zu den Autos.
Hiermit schwöre ich feierlich: sollte ich jemals noch einmal dahin kommen, gehe ich zu „Shrek“ und zum „Animal Planet“- auch gern allein. Leider reichte unser Ausflug nur in die Shows der Actionfilme. Aber gegen 4 Männer komme ich eben nicht an und die Sache des Absetzens wie Key West ist nicht immer so einfach für mich.
Wir fahren also Richtung Heimathotel und können sagen: wieder viel erlebt heute.
Abends noch ein Sandwich bei Denny`S…aber das war, wie vieles hier, so groß, dass man es nicht schafft. Nur das es in den USA Gang und Gäbe ist ein sog. „Dogs Pack“ oder „to go container“ zu bekommen, d.h. sein nicht gegessenes Essen mitzunehmen. DAS find ich toll, weil mein Essen schaff ich meist nicht.

Voller Erlebnisse und mit vollem Magen schlaf ich zufrieden ein.   

Montag, 12.04.2004
Heute ist ein trauriger Tag für uns. Wir müssen unser heißgeliebtes Cabrio wieder abgeben.  Zuerst überlegen wir noch es einen Tag verlängern zu lassen. Da wir früh morgens aber mit Florida- untypischen Regenwetter geweckt wurden und der Himmel immer dunkler wird, ja es sogar während des Frühstückes mit Stürmen beginnt, gewöhnen wir uns schweren Herzens daran, es hergeben zu müssen.

Nachdem wir es traurig in der Alamo Station gelassen haben fahren wir mit dem Bus zurück. Allerdings nicht ins Hotel sondern bis in die erste Strasse zum Biscayne Boulevard. Das heißt Ronny nicht, Ronny macht Strandtag und schreibt Karten. Muss ja auch mal sein im Urlaub. Tony auch nicht, Tony geht sich entspannen und ins Fitnesstudio. Bleiben Eric, Kai und meine Wenigkeit. 

Die Fahrt dauert eine ganze Weile und ich beginne wieder mit meiner Lieblingsbeschäftigung: Leute beobachten. Hier ist es aufgrund der Mischung finanzieller und kultureller Schichten besonders schön.

Am Biscayne Blv. gehen wir in den Bubba Gump Shop. Eric will endlich ein Shirt haben, denn den Laden aus dem legendären Film „Forest Gump“ gibt es nur hier.
Dann weiter zum shoppen. Wobei ich nichts in meiner Größe bekomme. Scheinbar gibt es wirklich nur dicke Amerikaner. Zumindest die die bei GAP einkaufen. Nach endlosen Suchen finde ich eine schöne Jeans. Nur mit den erwünschten Schuhen hapert es. Dafür kauft sich Eric welche. Schade, na ja zumindest für mich.

Nach der Anstrengung des Shoppens gehen wir spontan zu Hooters mit den 2 großen OO`s . Und es stimmt: die Kellnerinnen sind eine Augenweide *neidischwerd * aber das man große Brüste haben muss, um dort zu Arbeiten stimmt nicht,. Die hatten fast alle relativ wenig und das auch noch gepusht. Aber hübsch!

Ich kann also nicht wirklich dort anfangen zu arbeiten also kaufe ich mir tröstenderweise ein selbiges Shirt wie sie es tragen im Shop nebenan. Es sieht wenigstens auch an mir gut aus- finde ich. Dann geht’s weiter noch mal durch die Mall und runter ans Meer und den Biscayne Park- entspannen. Wir sehen das Challenger Denkmal für die Opfer der Raumfahrt und fahren mit dem inzwischen kostenlosen Metromover ein paar Runden um Miami Downtown bei inzwischen wieder angenehm warmen Temperaturen und Sonnenschein,

Doch das alles reicht uns nicht wirklich. Wir suchen nach einer Aussichtsplattform und glauben diese in der „Bank of Amerika“ gefunden zu haben. Nunja. Nicht ganz- aber immerhin. Nach 3maligen durchwandern der Lobby, die wirklich eindrucksvoll modern ist gabeln uns ein paar Wachmänner auf und wir fragen nach. Es gibt keine Aussichtsplattform mehr in Downtown für Touristen erfahren wir. Nach wneigen Augenblicken und traurigen Gesichtern entschließen sich die lieben Männer  jedoch unsere Personalien zu notieren und uns in den Feng Shui Garten der Bankangestellen im werweißwievielten Stock zu lassen. Es ist so schön hier- freundlich, nett, zuvorkommend, liebevoll- anders als daheim in Deutschland.
Nach einer kleinen Weile hab auch ich mich an die Aussicht gewohnt, trete aber nicht gern ans Geländer. Wir filmen, entspannen kurz, staunen noch einmal und gehen dann lieber.

Wir fahren ins Hotel zurück und ruhen erst mal kurz aus, nachdem wir uns die salzhaltige Luft weggeduscht haben.
Dann unser einschlägiges Cluberlebnis…
Denn als wir in die Lobby kommen, warten da die anderen Jungs auf uns mit dem Gedanken, einen der berühmten Nachtclubs hier in Miami aufzusuchen. An sich keine schlechte Idee. Wir also hoch, was schickeres angezogen und auf geht’s. Nunja … schon ein komisches Gefühl in einem Bus zum Nachtclub zu fahren, aber was solls.

Als erstes in der City geht’s wieder… genau! Zum Happen Essen. Als auch das endlich erledigt ist beginnt die Grübelei.
In den Nachtclub, von dem man weder etwas sehen, noch hören kann, sprich der im Keller eines vielversprechenden Gebäude liegt oder in den sogenannten „Geheimtipp“ Clevelander: Eintritt kostenlos, an eine Bar gekoppelt und open Air. Aufgrund dessen, das wir nun schon länger vor ersteren warten (was meiner Ansicht nach für eine gewisse Qualität spricht)und es langsam zu regnen beginnt, wird sich für die Alternative entschieden.

Wir gehen hin, es ist zu 20% gefüllt, bestellen unsere Cocktails und: nichts passiert. Kostenloser Eintritt am Ocean Drive muss ja einen Grund haben….
Nach den Getränken gehen Ronny, der Hauptinitiator, der Drängler (Zitat: „Ja klar, wir machen was los heute, clubbing ist angesagt“) und Tony nach Hause. Wir wollen nun doch beim anderen Club vorbeischauen. Doch wieder mehr Gedränge und Tussen am Start, abgesehen von den Türstehern, dass auch hier nichts mehr passiert. Wir trotten also fein wieder zurück zum Bus.

Doch ein Erlebnis soll uns ja noch gegönnt sein:
Unser Bus wurde angefahren- Fahrerflucht. Die hintere Stoßstange war komplett kaputt, die Scheinwerfen auch. 2 Polizeiwagen kam, hunderte Fotos wurden gemacht und auch der Busfahrer versicherte mir: „i will take you, i will take you“. Na ja, sorry, aber dein Kollege war schneller und hat uns nach Hause getaked J ich war müde und musste mal- zählt die Ausrede!? 
Und mindestens so fertig wie unser Bus war, fiel ich ins Bettchen.

Dienstag, 13.04.2004
AUSSCHLAFEN…. Der erste Tag im Urlaub, an dem wir wirklich ausschlafen können. Und das tun wir auch- bis 10:30. Dann ist es Zeit, sonst gibt es kein Frühstück mehr.
Heute ist Wohlfühltag: Strand, fotografieren, baden, shoppen.
Danach noch einmal in die Aventura Mall einkaufen, ein Mitbringsel, ein paar Sachen für uns. Und ein Essen bei Erics Lieblingschinesen dort. Ich esse Hawaiian chicken sweet sour und kann es nur jedem empfehlen- köstlich.

Ich finde endlich ein paar Schuhe, die wirklich perfekt sind, nur haben sie den linken nicht. Ich verlasse nun fluchend den Laden und ärgere mich wieder über Klamottenkaufen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Wir essen noch ein Häagen Dazs und fahren ins Hotel, packen.
Ja, leider packen. Doch solang dauert es nicht. Trotzdem, packen hat immer so etwas Endgültiges. Es erinnert an Vergänglichkeit der Dinge: der Urlaub hier ist vorbei, der Spass, die Erlebnisse, die freie Zeit ist rum, wieder Arbeit, wieder Deutschland. Wieder heim.

Doch ich freu mich auch. Auf mein Hundi, was ich so vermisst habe, auf meine Chefs und Kollegen, auf meine Familie um ihnen von meinem ersten Flug zu erzählen….

Wunderbar. Zwar geht Erics Videocam am Strand ihren Geist auf (wahrscheinlich will sie auch nur endlich Urlaub)aber ansonsten riesen Spass am Strand…

Mittwoch, 14.04.2004
Abflugtag. Weg aus Miami, dem Strand, dem schönen Wetter, den großen Autos, der Leichtigkeit und Größe hier.
Die Ausreise verläuft problemlos. Nur sitzen wir wieder nicht zusammen. Im Flug nach Chicago schon, danach müssen wir sehen. Der Flug nach Chicago geht eigentlich reibungslos, wir warten unsere 2 Stunden ab und bekommen dann- gottseidank- auch wieder einen Platz zusammen und am Fenster.

Nun wieder 12 Stunden Flug. 12 Stunden mit Erinnerungen und Gedanken… aber auch das geht vorbei- ab einer gewissen Zeit im Flieger vergehts schnell.

In Frankfurt erwartet und McDonald bereits am Flughafen, wir ignorieren es erfolgreich. Wir gehen zum Auto und fahren gen Heimat…