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4.3. Tierisches

Wie Frauchen auf den Hund gekommen ist

Also ich hab mir schon immer einen kleinen Hund gewünscht. Schon als ich ganz klein war. Wir haben immer Katzen daheim gehabt. Auch immer mehrere und ich hab ie auch ganz lieb gehabt. Aber ein Hund war immer mein Wunsch. Zu jedem Geburtstag, zu jeden Weihnachten.
Zu meinem elften Geburtstag, haben Mama und mein Papa gesagt, ich bekomm einen süßen kleinen Hund. Ich hab mich ganz doll gefreut auf den Zuwachs. Bis, ja bis ich die mit Luftlöchern durchbohrte Schachtel öffnete und: ja ein weißer kleiner, Westi- ähnlicher Go Go Hund herauskam.
Vielleicht weiß noch jemand, was das war. Das war nämlich ein kleiner weißer Plüschhund mit hellrosa Leine, der auf Knopfdruck vorwärts und rückwärts gehen konnte und bellte.
Tolle Idee. Es war glaube ich der einzige Geburtstag an dem ich je geweint  habe.
Nunja. Papa meinte, wenn wir nur noch eine Katze haben, kommt ein Hund ins Haus. Tolle Idee. Kurzer Trost, denn seitdem wurde darauf geachtet, dass wir immer mehrere Katzen haben.
Ich wurde älter und machte mein Abi, meine Lehre… zog aus und nach Jena.
Ich lernte den Eric kennen und der hatte so einen Hund, wie ich ihn immer haben wollte, nur ein bissl größer. Die Aisha ist so ein liebes Tierchen, das kann man sich kaum vorstellen.
Manchmal schaut sie so weise wie der Gandalf aus Herr der Ringe, manchmal lacht sie so verschmitzt wie der Michel aus Lönneberga, manchmal schläft sie wie ein Engelchen.
Naja, der Eric meinte, die kleinere Rasse wäre dann ein Lhasa Apso und als wir so das Internet durchstöberten kamen wir auf die Homepage der Familie Beyer. Ich klicjte mich ganz ganz oft dahin, um diese kleinen, über und über mit langem Fell bedeckten Hundchen anzusehen. Niedlich.
Irgendwann auf Arbeit kamen 2 Menschen vorbei, die Bettunterlagen für ihre Welpenzucht kaufen wollten. Meine Chefin bediente sie. Als ich hörte, dass sie aus der Nähe von Rudolstadt kamen, fragte ich nach, ob sie Familie Beyer aus Kuhfraß mit der Apso Homepage sind- ja- was für ein Zufall.
Und als sie mir dann noch sagten, dass sie Welpen haben und die noch zu haben sind, kam der Wunsch ganz ganz doll wieder. Ich versprach mich schlau zu machen, ob ich einen Hund halten dürfte und kann, ob ich soviel Verantwortung und Zeit aufbringen kann. Doch im Inneren war die Entscheidung wohl irgendwie schon gefallen.
Gerade an diesem Tag wollte ich auch heimfahren zu meinen Eltern und meiner kleinen Nichte. Ich stellte meine Mama und Papa einfach vor die Tatsache Hund. Naja, als ich ihnen die Seite und die süßen Hunde gezeigt habe, ihnen von meinen ganzen Gedanken erzählte, war nur noch ein Problem über: der Vermieter. Ansonsten waren sie glaube ich so überrumpelt und von diesen süßen Wesen verzückt, dass sie einfach ihr ok (das mir sehr wichtig ist im Leben) gegeben haben.
Dazu sei gesagt: ich habe nur ein 25 qm Appartement mitten in Jena, zwar mit grün und nicht weit weg von der Saale. Aber dennoch. Doch als ich ihm ein Fax schickte mit meinem Wunsch und der Rassebeschreibung war er einverstanden und ich happy.
Auch Eric fand das ganz toll. Und als wir hinfuhren um uns einen Hundi herauszusuchen, war es ganz schön schwer. Nur ein Hund kam immer wieder, leckte an meinem Finger, und ließ sich lieb streicheln. Sie sah so gewöhnlich aus. Die anderen zwei Weibchen waren anders in der Farbgebung, eine hatte eine süße weiße Schnauze, die Andere ein schwarzes Gesichtchen. Nur diese sah ganz normal „straßenköterhaft“ – Verzeihung- aus. Aber trotzdem niedlich. Und so fiel unsere Entscheidung auf sie. Der Name sollte tibetisch sein und wir haben so lange überlegt. „Die Vase des ewigen Lebens“ – ja das ist ok. Ein  langes Hundeleben bei mir- genau. Und man kann den Namen abkürzen. Also Jivana Kalasa.
Ich hab mich so sehr gefreut, dass ich gleich alles hundesicher gemacht habe, Körbchen und Zubehör kaufte und es nicht mehr abwarten konnte.
Aisha dachte bestimmt, wir spinnen, weil Eric immer meinte „Aisha- jetzt bekommst du eine kleine Freundin, die sieht genau so aus, wie du, als du klein warst“… na ja, zumindest weiß sie jetzt die Tragweite der Aussage einzuordnen *lächel*
Ich holte Jivana an einem Freitag. Sie hat bereits unten an der Einfahrt mit ihrem Züchter gewartet. Ich liebte sie glaub ich gleich. Ich konnte meine kleine nicht schnell genug mitnehmen.
Nun lebt sie schon eine ganze Weile hier bei mir und ich lieb sie jeden Tag ein wenig mehr, weil sie so ist, wie sie ist: ungezogen, frech, ungehorsam, störrisch wie ein Maulesel, zickig und trotzdem so voller Liebe und Vertrauen, dass es einfach nur schön ist mit ihr.

 

 

Tagebuch eines Welpen

07.00 Uhr: Aufgestanden und Streckerchen gemacht, in den Garten gegangen,
Bäumchen beschnuppert – roch fein – Bein gehoben – klappt noch nicht richtig.

08.00 Uhr: Wassernapf umgestoßen, alles pitsch-patsch-nass, Haue gekriegt.

08.45 Uhr: In Küche gegangen, rumgeschnuppert, rausgeflogen, Küche ist "Pfui"!

09.00 Uhr: In Herrchens Arbeitszimmer gewesen, kleinen Teppich Fransen abgeknabbert,
rausgeflogen, Haue gekriegt, Arbeitszimmer ist "Pfui"!

09.30 Uhr: In Diele Pfütze gemacht, mit Nase reingetunkt worden, weil Pfütze
in Diele machen ist "Pfui"!

09.45 Uhr: Von Frauchen Handschuh entdeckt, damit gespielt und versteckt.
Frauchen wußte dann nicht, wo er ist – ich auch nicht.

10.45 Uhr: Viel langweilig, nachgedacht, was tun? Auf Couch gehopst,
auf weiches Kissen gekuschelt, runtergeschmissen worden, rausgeflogen, weil Couch ist "Pfui"!

11.00 Uhr: Stück altes Brot gekriegt, wollte aber lieber Leberwurst!
Brot wurde wieder weggenommen, ich leise geknurrt, Haue gekriegt.

11.20 Uhr: Wieder in Küche gewesen weil so fein gerochen, sehr schöne Scheibe Fleisch gefunden,
wieder Haue bekommen, weil Fleisch nehmen ist "Pfui"!

11.30 Uhr: In Garten gegangen, fein gespielt, Mistkäfer verfolgt,
Spinne gefressen – schmeckt nicht besonders! Tiefes Loch gebuddelt,
Hühnchen gejagt, alles sehr interessant aber leider auch "Pfui"!

12.30 Uhr: Auf Straße gerannt, fein mit Rossäpfeln gespielt und diese
dann gefressen – muß sagen, aparter Geschmack – aber angeblich auch "Pfui"!

13.00 Uhr: Hurra – zum Fressen gerufen worden, Hammelbacke
mit Reis – großartig geschmeckt – Frauchen zum Dank Hände geleckt,
aber lecken ist ebenfalls "Pfui"!

13.30 Uhr: Hausruhe von ganze Familie, ich im Körbchen
nachgedacht – festgestellt: alles ist "Pfui"!

Wozu also ist kleiner Hund auf dieser Welt?

 

Schlafende Hunde

Wer immer gesagt hat, man solle schlafende Hunde nicht wecken, hat noch niemals mit Lhasa Apsos geschlafen. Die erste Tatsache, die man entdeckt, wenn man den Hund zu Bett bringt, ist der eklatante Unterschied zwischen einem wachen und einem ruhenden, schlafenden Hund.
Regel Nummer eins: Je tiefer der Schlaf, desto schwerer dein Lhasa Apso.
Die meisten Leute, die mit einem Lhasa schlafen, entwickeln lieber Deformationen der Wirbelsäule anstatt schweres Hebegerät zu kaufen, um ihren schnarchenden Liebling in eine angemessenere Region des Bettes zu befördern. Die klugen Vierbeiner stehlen sich wertvollen Platz in winzigen Schritten, bis sie endlich die zentrale Stelle der Ruhestätte innehaben, unter ihnen ein Großteil der Bettdecke zu ihrer Bequemlichkeit. Die Streck- und Wälzmethode ist sehr effektiv beim Raumgewinn. Manchmal werden auch weniger subtile Taktiken bevorzugt.Ein eifersüchtiger Lhasa ist sehr wohl in der Lage, sich mit schraubenden Bewegungen seinen Weg zwischen ein schlafendes Paar zu bahnen. Anschließend wird mit einer kraftvollen Bewegung aller vier Beine, die stählernen Federn alle Ehre machen würde, der weniger geliebte Mensch aus dem Bett und zu Boden befördert.
Regel Nummer zwei: Lhasa Apsos besitzen im Bett übermenschliche Kräfte
Lieber Lhasa-Begeisterter! Du klammerst dich an die Bettkante und wünschst dir, du hättest ein kleines Stück deiner Bettdecke. Dein Liebling beginnt mit einer Lautstärke zu schnarchen, die du niemals für möglich gehalten hättest. Wenn er dann endlich aufhört, beginnt er zu träumen.Fiepen, Zucken, Knurren, Treten. Dein Bett wird zum Schlachtfeld und Spielfeld hündischer Phantasie. Es beginnt mit ein wenig "Schlafwandeln", rollenden Augen, bis das Ganze sich in einem markerschütternden Jaulheulen entlädt. Dieser Schreck lässt dich senkrecht im Bett stehen und ist Ursache für jahrelange Alpträume.Besonders unangenehm ist es, wenn dein Vierbeiner ein Kopfkissenteiler ist und es sich in den Kopf gesetzt hat, über deinem Kopf wie eine verformte Pelzmütze zu schlafen.
Regel Nummer drei: Je tiefer der Schlaf, desto lauter der Lhasa
Die Nacht rinnt dahin. Du schläfst endlich ein, eingepfercht in die zwanzig Zentimeter Bett, die dein Hund nicht beansprucht. Seine Träume vergehen langsam, er atmet endlich ruhig und bläst dich an.Zu bald ist es Morgen und er regt sich.. Jeder Lhasa Apso hat eine eigene und unangenehme Methode, die Meute aufzuwecken. Der eine nimmt eine Position Zentimeter vor deinem Gesicht ein und starrt dich an. Der clevere Hund erzielt ausgezeichnete Ergebnisse, indem er dir ins Gesicht niest oder er stampft rücksichtslos über die schlafenden Körper. Andere treiben das allseits beliebte Spiel, dir unerwartet die Zunge ins Ohr zu stecken.
Regel Nummer vier: Wenn dein Lhasa Apso wach ist, bist du auch wach
Warum lassen wir uns das gefallen? Dafür gibt es keine logische Erklärung. Vielleicht, weil wir eine Meute sind, und eine Meute schläft nachts zusammen – sicher, zufrieden, voll süßer Träume und laut.

 

Wie fotografiere ich meinen Hund?

1. Nehmen Sie einen neuen Film aus der Schachtel und laden Sie Ihre Kamera.

2. Nehmen Sie die Filmschachtel aus dem Maul des Hundes und werfen Sie sie in den Abfalleimer.
3. Nehmen Sie den Hund aus dem Abfalleimer und bürsten Sie ihm den Kaffeesud aus der Schnauze.
4. Wählen Sie den passenden Hintergrund für das Foto.
5. Montieren Sie die Kamera und machen Sie sie aufnahmebereit.
6. Suchen Sie Ihren Hund und nehmen Sie ihm den schmutzigen Socken aus dem Maul.
7. Plazieren Sie den Hund auf dem vorbereiteten Platz und gehen Sie zur Kamera.
8. Vergessen Sie den Platz und kriechen Sie Ihrem Hund auf allen Vieren nach.
9. Stellen sie die Kamera mit einer Hand wieder ein und locken Sie Ihren Hund mit einem Leckerbissen.
10. Holen Sie ein Taschentuch und reinigen Sie die Linse vom Nasenabdruck.
11. Nehmen Sie den Blitzwürfel aus dem Maul des Hundes und werfen Sie ihn weg. (Den Blitzwürfel)
12. Sperren Sie die Katze hinaus und behandeln Sie den Kratzer auf der Nase des Hundes mit etwas Gel.
13. Stellen Sie den Aschenbecher und die Zeitschriften zurück auf den Couchtisch.
14. Versuchen Sie ihrem Hund einen interessierten Ausdruck zu entlocken,
indem Sie ein Qietschpüppchen über Ihren Kopf halten.
15. Rücken Sie die Brille wieder zurecht und holen Sie die Kamera unter dem Sofa hervor.
16. Springen Sie rechtzeitig auf, nehmen Sie den Hund am Nacken und sagen:
„Nein – das machst du draußen!“
17.Rufen Sie Ihren Partner, um beim Aufräumen zu helfen.
18.Mixen Sie sich einen doppelten Martini.
19. Setzen Sie sich in einen bequemen Lehnstuhl und nehmen Sie sich vor,
gleich morgen früh, mit dem Hund "Sitz" und "Platz" zu üben!