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Eine gute Tat bitte…

…ja und die hab ich am 17.02.2011 geleistet- aber nicht allein.

Aber von Anfang an.

Am 16.02. hat  ja bekanntlich Omi Geburtstag.
Also habe ich mir großzügig 2 Tage frei genommen und bin mit Tabi ins Lieblingsbundesland gedüst.

Da haben wir schön gefeiert (mit weniger Torte meinerseits, der Sommer kommt ja 😉 ) und das Döneressen aufgrund später Ankuft auf den nächsten Tag verschoben. Da gings aber erstmal den Twingoflitzer in der Werkstatt zum TÜV, Ölwechsel, entbeulen (*jaaaa *autschi*) und späteres Tragegelenkwechseln abgeben und nach Gera zum Shoppen.
Naja dank unserer Minizicke eher Alptraumshoppen, aber überlebt.
Zur Erholung und weil die Kinder nicht großen Hunger hatten, haben wir das familiäre Döneressen wieder verschoben und ich mich stattdessen mit meinem Lieblingsschwesterherz verabredet.
Wenn schon keinen Döner dann wenigstens lecker griechisch essen. Ich – nicht dumm, flieg dochmal eben den gesamten Tritt an Mutters Haustür herunter (wo kam der eigentlich her ?! waren die Stufen schon immer da????) schlag mit Unterschenkel, Knie und Hose auf. Macht aber nichts. Tina liebt das akademische Viertel. Ich habe also noch genug Zeit zum Umziehen. Fein.
Der Abend konnte nur noch besser werden.

Dachte ich zumindest.

Bis dahin.

Vor lauter Verquatschen fuhren wir auch nicht Tinas gewohnten Weg zum Griechen sondern durchs Waldstück und *schwupps* standen da abends um halb 8 auf der Bundesstraße:  2 Hunde.
Wäre ganz süß- hätte ich nicht schon 2.
Wir also angehalten und überlegt, nebenher noch die entgegenkommenden Fahrzeuge gewarnt und ich nach der Telefonnummer des nahegelegenen Gasthofes gegooglet. DA kannte man den großen schwarzen Riesenschnauzer und den kleinen hellen Foxterrier und nannte uns die Adresse. Na wenns so ist: gewendet und hopp ins Auto. Aber nuja-

erstens kommt es anders….denn nach dem Wenden fanden wir einen Hund angefahren auf der Straße und den anderen verängstigt daneben. Tina klappte den Kofferraum auf, ich redete ruhig mit dem kleinen angefahrenen Hundi und legte ihn hinein. Netterweise sprang auch der Riesenschnauzer hinterher. Der Kleine beruhigte sich und legte sich schwächelnd hin.
Lange Rede kurzer Sinn. Leider stimmte erst die Adresse nicht, dann gehörten die Hunde dem angedachten Besitzer nicht. So standen wir nun Abends gen 8 mit 2 fremden, nach Fischteich stinkenden Hunden bei -6Grad da.
Aber es gibt ja den Ortstierarzt. Der kennt die vielleicht. Also zurück nach Königsee zum Tierarzt.
Der war leider auf dem Sprung. Und ihm die Kolikgeplagte Stute auch wichtiger. Ja der kleine Hund stirbt, drückt uns einen Sack für diesen in die Hand, als wir uns weigern, steckt er ihn bis zum Hals in die Tüte ….Er kennt beide Hunde nicht und will sich nicht kümmern. Die Entsorgung des sterbenden Hundes kostet ja dann Geld. Tja und was wir machen sollen ? Antwort des Tierarztes: Bringt die Hunde dahin wo ihr sie herhabt – TOLL. Gibt uns einen schneidendne Bindestrick für den Riesenschnauzer wiederholt den „Tip“ mehrmals und abgedüst.
In diesem Falle hoffe ich auf Kharma. Bitte Bitte liebe Welt sei gerecht.
Leider war sie es dann nicht zu uns, denn weder Freund und Helfer-Polizei (rufen sie die Rettungsleitstelle an) noch die Rettungsleitstelle (rufen sie die Polizei an) wollten was wissen, oder auch helfen.

Wir riefen alle Bekannten an, die in der Nähe wohnten, beschrieben die Hunde, Merkmale (Fischgestank) und Fundort, klingelten an 20 Haustüren in 2 Ortschaften und keiner kannte den Hund.

Naja wir lernten dafür jede Menge Bürger aus Pennewitz und Jesuborn kennen, die alle trotz später Stunde hilfsbereit waren mit uns zu Bekannten gingen, die was wissen könnten oder uns woanders hin schickten. Schade, dass die Stellen, wo man Hilfe erwartet, nichtmal 5% von jenem Engagement haben wie diese Menschen.

Letztendlich fuhren wir mit Tinchens Freundin Cindy zu deren Tierärztin, die die Tierchen Nachts halb 11 aufnahm.

Leider starb der kleine Oskar noch im Auto. Der superbrave und absolut liebenswürdige Riesenschnauzer Stella fand am nächsten Tag seine Herrchen und Frauchen wieder, die ihn vermißt haben und suchten.

Und um nochmal auf den Tierarzt zurück zu kommen, dessen Reaktion in uns am meisten Fassungslosigkeit und Bestürzung hervorrief: Stella war in seiner Behandlung, Oskar kannte er auch. Sie wohnten 500m Luftlinie enfernt und die Besitzer haben eine Fischzucht (wonach ich mehrmals fragte). DAS macht mich wütend lieber Herr Dr. S aus Königsee. Soviel Dreistigkeit und Desinteresse an Tieren, die der Beruf sind ist, ist einfach widerlich und verachtenswürdig. Da hofft man ums biblische Auge um Auge“…

 

Besonders hervoben muss man wirklich an der Stelle den Einsatz von der Tierärztin Frau Dr. Wust aus Ilmenau- Oberpörlitz. Sie ist nicht nur rund um die Uhr erreichbar, sondern DA.
Im Sinne von kümmern und helfen.
Hier ist der Beruf Berufung und liebevolle  Hingabe für die Tiere spürbar nah.

 

Alles in allem ein wahnsinnig erlebnisreicher Abend, den wir so schnell nicht vergessen werden.

P.S.: Zum Griechen sind wir nicht mehr, aber einen heißen Kakao bei Mc Do haben wir uns dann doch noch gegönnt…

3 comments to Eine gute Tat bitte…

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